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Das Instrument, dessen Holz im Jahr 1970 ausgewählt wurde
und dessen Fertigstellung bis zum Jahr 1994 dauerte, war ursprünglich
nicht für den Verkauf bestimmt, sondern sollte als Summe seiner
Handwerkskunst auf die nachfolgenden Bernabé-Generationen
übergehen.
Thomas Karstens: "Seit 1992 spiele ich ein Instrument
von Paulino Bernabé. Seit dieser Zeit war ich regelmäßig
zu Gast in seiner Werkstatt in Madrid, wo mir bald drei wunderschöne
Instrumente auffielen, die weder lackiert noch besaitet wurden,
was sich im Laufe der Jahre auch nicht änderte. Darauf angesprochen,
erklärte Bernabé, daß er nach der langen Arbeit
an diesen drei Gitarren, die alle aus denselben Holzstücken
gefertig wurden, befürchte, sie würden klanglich mit der
Aura, die sie schon jetzt in diesem unfertigen Zustand umgab, nicht
mithalten können. Er hat sich sehr lange standhaft allen Bitten
verweigert, Saiten auf die Instrumente aufzuziehen - geschweige
denn, sie zu veräußern.
Seit März 2007 bin ich im Besitz einer dieser Gitarren. Entgegen
den Befürchtungen des Meisters, vielmehr seinen sehnlichen
Wünschen entsprechend steht sie klanglich deutlich über
allen Instrumenten, die ich von ihm kenne (die Sammlung seiner eigenen
Gitarren ist bei Bernabé auf über 100 Instrumente angewachsen!).
Sie ist die Summe der von Paulino Bernabé schon früh
erlernten Handwerkskunst, seiner lebenslangen Erfahrung und seinem
Genie."
Das zweite Instrument dieser Serie ging als Staatsgeschenk an einen
mittelamerikanischen Präsidenten, während sich die dritte
Gitarre dauerhaft in der privaten Sammlung von Paulino Bernabé
befindet.
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